Montag, 12. Januar 2026

 

Berlin, 08.01.2026

Wir treffen uns pünktlich am BER, geben am gähnend leeren Schalter unser Gepäck auf (wird glücklicherweise gleich bis Auckland durgescheckt) und fliegen mit einer halbleeren Machschiene nach Istanbul. Gut, dass wir noch wegkommen bevor das „böse Winterwetter“ hereinbricht und in DL gar nichts mehr geht.

Die Flugbedingungen sind wohl grenzwertig und dem entsprechend unruhig ist der Flug, das bleibt uns auf den folgenden Flügen erhalten. Es erinnert teilweise schon eher an eine Sturmfahrt mit ‘nem Segelboot.

In Istanbul sind die Bedingungen so schlecht, dass das Flugzeug nicht landen kann und ca. 45 min kreisen muss, schon blöd wenn’s in einer Stunde weitergehen soll.

Glücklicherweise startet der Anschlussflug mit reichlich Verspätung und somit sind wir an Bord.

Ich mach’s kurz, wir sind zwei Tage später in Auckland am Gepäckband und wie sollte es anders sein, auch nach dem x-ten Durchlauf fehlt ein Rucksack. Na ja, der Typ vom „Lost and Found“ sagt kein Problem, kommt morgen und können wir in Christchurch abholen, na dann. Übrigens die Einreise nach Neuseeland ist super easy, keine Nervereien oder sonst irgendwas.

Christchurch begrüßt uns mit bestem Wetter, 30°C aber jede Menge Wind, davon scheinen die hier reichlich zu haben.

Schnell zur Vermietung und den Camper inspizieren, oh je unsere Begeisterung hält sich in Grenzen, ganz schön abgerockt die Karre. Aber was solls, irgendwie freunden wir uns doch mit dem Gefährt an und los geht’s.

Nur bezahlen klappt nicht, die Kreditkarte will sich nicht vom Geld trennen, gut, dass ich noch ne zweite ordentlich aufgefüllt habe, die machts.

Die Fahrerei bei Linksverkehr und großem Camper klappt auch ganz gut.

Erst einmal einkaufen, PAK`nSAVE ist eine Supermarktkette mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Das Angebot an Lebensmitteln macht einen wirklich guten Eindruck und eine Stunde später ist der Markt leer und unser Camper voller Vorräte. Umsonst gibt es hier übrigens nichts, die Preise sind schon ordentlich.

Mittlerweile sitzt und die Reise ganz schön in den alten Knochen und wir sind ganz schön im A….. Also Schlafplatz suchen. Spencer Beach Park, ein weitläufiges Areal mit guten sanitären Anlagen, duschen ist schon nicht schlecht, nach zwei Tagen Flugreise…

Wir hauen uns noch die frisch erworbenen Tunfischsteaks in die Pfanne, gönnen uns ein, zwei Bier und dann ist Nachtruhe.

 

Christchurch, 11/12.01.2026

Wer früh schlafen geht ist auch früh wach. Somit sind wir so gegen 6.00 Uhr die Ersten, die über das Areal schlendern. Das Wetter verspricht einen sonnigen Tag und wir zelebrieren ein entspanntes Frühstück.

Voller Hoffnung rufen wir den „Lost and Found-Typen“ an (der sich nat. nicht von selbst bei uns gemeldet hat). Leider hat der keine guten Nachrichten, kein Rucksack da, soll morgen (Montag) oder wohl doch eher Übermorgen kommen.

Also werden wir noch ein bisschen in Christchurch bleiben.

Wir erkunden das Umland von Christchurch und landen später am „The Pines Beach“(etwas nördlich von Christchurch gelegen). Das Prinzip scheint hier so zu sein, jeder „richtige Campingplatz“ hat in seiner Nähe kostenfreie Stell- bzw. Parkplätze, die aber teilweise zum Abend verlassen werden müssen.

Der Strand ist herrlich, hat was uriges und ist nat. weitläufig und leer. Nur das Meer lädt nicht so richtig zum Baden ein, die Temperatur ist eher so Ostsee im Juni. Außerdem bläst der Wind mit einer immensen Stärke, so dass der „Flugsand“ an Sandstrahlen erinnert. Es ist trotzdem schön.

Für die Nacht fahren wir zum nahgelegenen Karaki Beach Motor Camp. Die nette Frau im Office lässt uns für 80,00 NSD freie Platzwahl und erzählt uns noch ein wenig über die Gegend.

Na ja, es folgt ein entspannter Abend und eine ruhige Nacht. Des nächtens wird es ziemlich kalt und wir erkennen den Wert der beiliegenden dicken Decken.

 

Mogens dasselbe Prozedere, wir sind die Ersten auf dem Platz, Frühstück und später den „Lost and Found-Typen“ anrufen. Und wie könnte es anders sein, kein Rucksack da. Also ein weiterer Tag in Christchurch. Wir entscheiden uns für einen Ausflug in die Innenstadt. Also den Camper startklar gemacht und los. Die Stadt an sich ist recht beschaulich. Alles macht einen sehr entspannten Eindruck und ist recht schön gestaltet. Es gibt keine Hochhäuser oder ähnliches.

Christchurch wurde im Jahre 2011 durch ein Erdbeben stark beschädigt, daher sind viele Gebäude ziemlich neu.

Die haben hier eine „Historische-Stadtrundfahrt-Straßenbahn“, welche wir gleich mal entern und so erhalten wir einen guten Überblick über die Innenstadt. Noch mal erwähnenswert, hier ist T-Shirt-Wetter. Wir schlendern ein wenig durch die Stadt, essen was und machen ein wenig Kultur. Ein kleiner Fluss schlängelt sich durch du Stadt und in diesem leben riesengroße Aale, also deutlich über einen Meter groß… diese sind zahm und lassen sich anfassen.

Am frühen Abend sind wir zurück auf dem Camper-Platz und machen noch einen ausgedehnten Strandspaziergang. Abendessen gibt es heute nicht mehr, gegessen haben wir genug.






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