Berlin,
08.01.2026
Wir treffen
uns pünktlich am BER, geben am gähnend leeren Schalter unser Gepäck auf (wird
glücklicherweise gleich bis Auckland durgescheckt) und fliegen mit einer
halbleeren Machschiene nach Istanbul. Gut, dass wir noch wegkommen bevor das
„böse Winterwetter“ hereinbricht und in DL gar nichts mehr geht.
Die Flugbedingungen
sind wohl grenzwertig und dem entsprechend unruhig ist der Flug, das bleibt uns
auf den folgenden Flügen erhalten. Es erinnert teilweise schon eher an eine
Sturmfahrt mit ‘nem Segelboot.
In Istanbul
sind die Bedingungen so schlecht, dass das Flugzeug nicht landen kann und ca.
45 min kreisen muss, schon blöd wenn’s in einer Stunde weitergehen soll.
Glücklicherweise
startet der Anschlussflug mit reichlich Verspätung und somit sind wir an Bord.
Ich mach’s
kurz, wir sind zwei Tage später in Auckland am Gepäckband und wie sollte es
anders sein, auch nach dem x-ten Durchlauf fehlt ein Rucksack. Na ja, der Typ
vom „Lost and Found“ sagt kein Problem, kommt morgen und können wir in
Christchurch abholen, na dann. Übrigens die Einreise nach Neuseeland ist super
easy, keine Nervereien oder sonst irgendwas.
Christchurch
begrüßt uns mit bestem Wetter, 30°C aber jede Menge Wind, davon scheinen die
hier reichlich zu haben.
Schnell zur
Vermietung und den Camper inspizieren, oh je unsere Begeisterung hält sich in
Grenzen, ganz schön abgerockt die Karre. Aber was solls, irgendwie freunden wir
uns doch mit dem Gefährt an und los geht’s.
Nur bezahlen
klappt nicht, die Kreditkarte will sich nicht vom Geld trennen, gut, dass ich
noch ne zweite ordentlich aufgefüllt habe, die machts.
Die Fahrerei
bei Linksverkehr und großem Camper klappt auch ganz gut.
Erst einmal
einkaufen, PAK`nSAVE ist eine Supermarktkette mit einem guten
Preis-Leistungs-Verhältnis. Das Angebot an Lebensmitteln macht einen wirklich
guten Eindruck und eine Stunde später ist der Markt leer und unser Camper
voller Vorräte. Umsonst gibt es hier übrigens nichts, die Preise sind schon
ordentlich.
Mittlerweile
sitzt und die Reise ganz schön in den alten Knochen und wir sind ganz schön im
A….. Also Schlafplatz suchen. Spencer Beach Park, ein weitläufiges Areal mit
guten sanitären Anlagen, duschen ist schon nicht schlecht, nach zwei Tagen
Flugreise…
Wir hauen
uns noch die frisch erworbenen Tunfischsteaks in die Pfanne, gönnen uns ein,
zwei Bier und dann ist Nachtruhe.
Christchurch,
11/12.01.2026
Wer früh
schlafen geht ist auch früh wach. Somit sind wir so gegen 6.00 Uhr die Ersten,
die über das Areal schlendern. Das Wetter verspricht einen sonnigen Tag und wir
zelebrieren ein entspanntes Frühstück.
Voller
Hoffnung rufen wir den „Lost and Found-Typen“ an (der sich nat. nicht von
selbst bei uns gemeldet hat). Leider hat der keine guten Nachrichten, kein Rucksack
da, soll morgen (Montag) oder wohl doch eher Übermorgen kommen.
Also werden
wir noch ein bisschen in Christchurch bleiben.
Wir erkunden
das Umland von Christchurch und landen später am „The Pines Beach“(etwas
nördlich von Christchurch gelegen). Das Prinzip scheint hier so zu sein, jeder „richtige
Campingplatz“ hat in seiner Nähe kostenfreie Stell- bzw. Parkplätze, die aber teilweise
zum Abend verlassen werden müssen.
Der Strand
ist herrlich, hat was uriges und ist nat. weitläufig und leer. Nur das Meer
lädt nicht so richtig zum Baden ein, die Temperatur ist eher so Ostsee im Juni.
Außerdem bläst der Wind mit einer immensen Stärke, so dass der „Flugsand“ an
Sandstrahlen erinnert. Es ist trotzdem schön.
Für die Nacht
fahren wir zum nahgelegenen Karaki Beach Motor Camp. Die nette Frau im Office lässt
uns für 80,00 NSD freie Platzwahl und erzählt uns noch ein wenig über die Gegend.
Na ja, es folgt
ein entspannter Abend und eine ruhige Nacht. Des nächtens wird es ziemlich kalt
und wir erkennen den Wert der beiliegenden dicken Decken.
Mogens dasselbe
Prozedere, wir sind die Ersten auf dem Platz, Frühstück und später den „Lost
and Found-Typen“ anrufen. Und wie könnte es anders sein, kein Rucksack da. Also
ein weiterer Tag in Christchurch. Wir entscheiden uns für einen Ausflug in die
Innenstadt. Also den Camper startklar gemacht und los. Die Stadt an sich ist
recht beschaulich. Alles macht einen sehr entspannten Eindruck und ist recht
schön gestaltet. Es gibt keine Hochhäuser oder ähnliches.
Christchurch
wurde im Jahre 2011 durch ein Erdbeben stark beschädigt, daher sind viele
Gebäude ziemlich neu.
Die haben
hier eine „Historische-Stadtrundfahrt-Straßenbahn“, welche wir gleich mal entern
und so erhalten wir einen guten Überblick über die Innenstadt. Noch mal
erwähnenswert, hier ist T-Shirt-Wetter. Wir schlendern ein wenig durch die
Stadt, essen was und machen ein wenig Kultur. Ein kleiner Fluss schlängelt sich
durch du Stadt und in diesem leben riesengroße Aale, also deutlich über einen
Meter groß… diese sind zahm und lassen sich anfassen.
Am frühen
Abend sind wir zurück auf dem Camper-Platz und machen noch einen ausgedehnten
Strandspaziergang. Abendessen gibt es heute nicht mehr, gegessen haben wir
genug.
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