Mittwoch, 4. Februar 2026

 Jetzt aber wirklich Nordküste...

Von Westport geht es quer durchs Land bis nahe Kohatu. Wir machen auf  Quinney's Bush Camp Station. Das ist ein sehr großzügig angelegter Zeltplatz und Camperpark, sicher vorrangig für Familien und Kinder angelegt. Aber wir fühlen uns dort auch wohl und das Beste, das Wetter hat mal ein erbarmen, die Sonne scheint und es sind deutlich über 20°C.
Weiter gehts in Richtung Motueka, direkt am Meer gelegen. Wir wählen, wie fast immer, nicht den direkten Weg, sondern einen interessanten. Das heißt natürlich auch interessante Straßen, irgendwie hatten wir schon mehrfach das Gefühl, die Straßen können nicht "schlimmer" werden, aber eine kleine Steigerung ist meist noch verfügbar, enger, steiler, mehr und üblere Kurven, na sowas halt.
Unterwegs gibt's auch mal wieder einen kleinen Goldgräber-Track, mit Hängebrücke, Regenwald und allem was dazu gehört.
Auch haben wir mitten in den Bergen eine Tropfsteinhöhle besucht, war interessanter als vorher gedacht, zumal mittlerweile das "Englisch verstehen" einen halbwegs akzeptablen Stand erreicht hat. In der Höhle haben sie allerlei Zeugs gefunden: Knochen vom Moa (ausgestorbener Riesen-Laufvogel) und so einiges mehr.
Im Bereich der Nordküste stoßen wir auf große  Obst- und Gemüseanbaugebiete, haben uns schon gedacht, wo kommen denn eigentlich all die "Neuseeländischen Äpfel" her, jetzt wissen wir es.
Von Motueka geht's weiter in Richtung Norden, über geniale Küstenstraßen, mit noch genialerem Ausblick. Es reiht sich eine Bucht an die nächste, etliche davon mit schönem Strand und einige sind sogar zugänglich.
Mal wieder eine kleinere Wanderung an einen mehr oder weniger einsamen Strand, hier befindet sich der "Split Apple Rock", das wirklich schöne aber ist der Strand. 
Noch genialer, hier gibt es ein paar "Hütten" mitten im Wald, quasi in den Hang gebaut und nat. alle mit Meerblick, da könnte man sich Auswandern doch noch einmal überlegen...
Weiter gehts in Richtung Farewell Split, das ist so fast der nördlichste Punkt der Insel. Bei unserer Ankunft glänzt das Meer mal wieder mit Abwesenheit und so vollziehen wir eine kleine "Wattwanderung".
Leider müssen wir den ganzen Weg wieder zurück fahren. Aber auch hier, die Straße "von der anderen Seite", sieht oft wie eine komplett andere Gegend aus.
Unser Weg führt uns über Richmond nach Nelson. In Richmond folgen wie den Wegweisern nach Rabbit Island, keine Ahnung was das ist. Machen wir ja oft so, irgendein Wegweiser am Straßenrand, dann folgen wir einfach, mal sehen was kommt.
In diesem Falle kommt eine vorgelagerte Insel mit sehr schönen Stränden und Wiesen, ist wohl ein Naherholungsgebiet für die "Stadtbürger". 
Die Insel ist nur über eine kleine Straße erreichbar und diese wird von der Polizei abgesperrt, Alkoholkontrolle. Ich suche die "Pustemöglichkeit" am "Pustegerät", gibt keine. Sprich deinen Namen und Wohnort in das Gerät, so funktioniert das hier in Neuseeland, sagt der Polizist. Glücklicherweise ist das Gerät so schlau aus meinem Namen und Wohnort ableiten zu können, dass ich nichts getrunken habe... Der Polizist und ich lachen noch eine Runde, guten Weg und das wars.
So langsam geht's Richtung Picton, in zwei Tagen fährt ja unsere Fähre. Zum Weg gilt das vorher gesagte: Bergstraßen, Strände, Buchten usw..
Kurz vor Picton gibt es einen perfekt am Fjord gelegenen Camper Platz, hier wollten wir die nächsten zwei Nächte verbringen, leider kein Platz. Ok dann halt direkt bis Picton durch. Picton ist nat. eine Hafenstadt, aber eine schöne. Wir latschen ein bisschen durch die Stadt, essen abends etwas und verbringen einen entspannten, vergammelten Tag. Viel mehr gibt es nicht zu berichten.
Am Morgen starten wir "zur schönsten Fährfahrt der Welt", zumindest laut der Werbung des Betreibers.
Nur macht das Wetter nicht mit, es Regnet mal wieder wie aus Kannen. Somit folgt, trotz starker Winde, eine entspannte Überfahrt aber leider auch nur mit einer sehr eingeschränkten Sicht und wir können die schönste Fährfahrt der Welt nur erahnen.

Jetzt sind wir auf der Nordinsel in Wellington. Der Regen hat jedoch kein bisschen nachgelassen. So fahren wir ein wenig durch die Stadt und Suchen uns einen Schlafplatz.
Wellington ist "eine richtige Stadt", mit einem Verkehrsaufkommen das man gewohnt ist und mehrstöckigen Gebäuden, das war in allen  bisher in NZ gesehenen Städten nicht so, der Verkehr war eher beschaulich und es liegt eine eher "flache Bebauung" vor.

Na dann mal sehen, was die Nordinsel so zu bieten hat.








































































































Montag, 2. Februar 2026

  

Schon im Norden der Insel


Mittlerweile sind wir bereits im Norden der Südinsel angekommen. Aber ein paar Bemerkungen zur Westküste soll es schon noch geben.
Von Haast ging es weiter über Franz Josef / Waiau und  Hokitika nach Graymouth. Die letzte Station war Westport. Von hier starteten wir dann quer durchs Land in Richtung Norden.
Die Westküste besteht größtenteils aus steilen und  üppig mit  Regenwald bewachsenen Bergen. Das hat schon den Anschein einer subtropischen Region, zumal ständig und überall das laute Lied der Zikaden zu hören ist. Ich finde, was den "neuseeländischen Regenwald" ein bisschen anders wirken lässt, sind die Farne, in allen möglichen Formen und auch in ziemlicher Größe.
Das Meer sieht man oft nur von weitem oder von sehr weit oben. Ein direkter Zugang ist nur selten gegeben. 
Wenn wir jedoch mal an das Meer herankommen, dann sind da weite einsame Strände, mal Sand, mal Stein aber allen gemein ist, fast keiner da. Und je nach Tide, ist auch das Wasser weit weg, eignet sich super für eine unserer Wattwanderungen...
Auch unsere neuen Kumpels, die Sandfliegen scheinen sich in dieser Region ausgesprochen wohl zu fühlen und sind ein ständiger Begleiter, da hilft nur lange Klamotten und Repellent
(haben wir uns glücklicherweise gleich nach der Ankunft in NZ besorgt).
Auf unserem Weg kommen wir jetzt hinter (oder davor, wie man's sieht) den, die großen Seen speisenden, Gletschern vorbei und man kann auch den einen oder anderen, fast per Wanderung erreichen. Aber natürlich nicht als wir in der Gegend waren, da hat es mal wieder geschüttet, wie Sau, da hilft das beste Regenzeug nicht.
Die ursprüngliche Erschließung der Region, zumindest durch Europäer, basiert wohl auf Goldvorkommen und so sind reichlich ehemalige Goldminen entlang der Straße vorhanden. Schon interessant, was die damals so alles in den Wald und in den Berg gebastelt haben.
Und wir haben immer mal wieder einen Grund für kleine Runden durch den Regenwald oder halt in die "Goldgräberstollen". In einem kleinen Museum liegt ein Goldnugget von ca.: 99 ozs, ich bezweifle allerdings, dass es sich hier um "das originale" handelt.
Trotz all der anstrengenden Tätigkeiten lassen wir es uns nicht nehmen, von Zeit zu Zeit an einem der kleinen Cafés anzuhalten und ein  kaffeehaltiges Getränk zu uns zu nehmen und die Qualität dieser Getränke ist durchgehen sehr gut...






                                  

                                                                         
                                                                                                                 
                                                                          
   
                   
                                                                                                              
                                                                                                             
                                                                                                                                                                  


                                      

 

                           
                                                                                             
                


                              

   
               
    

    
                           




Freitag, 30. Januar 2026

Eine kleine Anmerkung...

Sicher ist, hier zu folgen, bei weitem nicht so interessant wie auf den vorherigen Reisen. Klar, ständig neue Länder, unbekannte Gebiete, Ungewissheit und (zumindest theoretisch) oftmals ein Hauch von Gefahr.

Das ist hier natürlich komplett anders, wir sind die ganze Zeit im gleichen Land, reisen super komfortabel mit dem Camper, der Tagesablauf ähnelt sich sehr und ich bin mir fast sicher, wenn wir den Camper die gesamte Zeit unverschlossen ließen, würde es überhaupt keine Rolle spielen. Neuseeland ist halt ein sehr angenehmes, entspanntes Reiseland. Das Schlimmste, was hier passieren kann... der Supermarkt hat deine Lieblings-Gummitiere nicht im Angebot.

Auch ist hier die Art, zu reisen, etwas anders. Im Grunde ist alles sehr gut erschlossen und wir fahren so vor uns hin. Es ist nicht so sehr ein "abhandeln von Highlights“,  das Interessante ist hier schon die reine Fahrt an sich. Neuseeland besteht halt fast ausschließlich aus Natur, ständig wechselnde Landschaften, irre Gebirgspässe, Strände, Regenwälder usw.. Da sammelst du die Eindrücke direkt aus dem Auto. Es gibt den ganzen Tag etwas zu schauen und die Fahrt wird nie langweilig. Zwischendurch halten wir irgendwo an, wandern kleinere Runden oder gammeln auch mal am Strand herum (das allerdings erst in den letzten Tagen, da das Strandwetter vorher doch eher zu wünschen übrig ließ).

Das alles ist, zumindest für uns, unmöglich mit der Handykamera einzufangen, und den Versuch, der Landschaftsbeschreibung mit Worten, starte ich gar nicht erst.

Sicher könnte man irgendwelche abenteuerlichen, mehrtägigen Reisen in abgelegene Regionen veranstalten, aber das ist nicht so unser Plan, das überlassen wir dem jungen, dynamischen Teil der Reisebevölkerung.

Also weiter geht die langweilige (Scherz) superbequeme Reise, wir haben ja noch so einiges vor, und wer Lust hat, schaut hier ab und zu mal rein, und wer nicht, der halt nicht.



Mittwoch, 28. Januar 2026

 Westküste

Der Weg nach Haast führt über zwei Gebirgspässe und somit ändert sich das Wetter, dieses Mal zum positiven. Wir können es kaum glauben, 25°C und Sonne, na das ist doch mal was.
Wir sitzen draußen, essen den Fisch und lassen es uns gut gehen. Später folgt noch ein kleiner Abendspaziergang fast bis zum Meer.
Was uns nicht so bewusst war, die Temperaturen gefallen auch den kleinen Blutsaugern. Diese infiltrieren, von uns unbemerkt, den Camper.
Später in der Nacht kann keiner so richtig schlafen, jeder versucht sich unter der Decke vor den Drecksviechern zu verstecken. Aber keiner von uns kommt auf die Idee aufzustehen und etwas zu unternehmen. Nach einer endlos erscheinenden Nacht graut dann irgendwann der Morgen und das ganze Ausmaß der Misere wird ersichtlich. Deutlich über hundert  Moskitos befinden sich im Camper, was für ein sch......
Und so geht es dann ordentlich zerstochen aber mal wieder ein bisschen schlauer weiter...



                                                  

                                                                                                                                                       
                                                                             
 
                                                           


















                                                                                                                                                




                                            
                                                                                                                                                                                                                                                                                                               

Sonntag, 25. Januar 2026

Auf nach Queenstown

Die Wettervorhersage lässt leider nichts gutes erwarten, Regen und kühl...

Also beschließen wir das Fjordland in Richtung Queenstown zu verlassen.

Ja Queenstown, schon der der Weg dahin, immer entlang des Seeufers, ein phä­no­me­naler Ausblick. Leider schüttet es wie aus Kannen, das trübt die Aussicht ein wenig.

Gibt es eine bessere Lage, als die Queenstowns! Direkt am Lake Wakatipu, einem riesigen Gebirgssee, an den Seiten von hohen Bergen flankiert, aber alles in allem gar nicht so groß. Ich finde, am ehesten mit einem modernen Schweizer Wintersportort zu vergleichen. Es ist natürlich absolut auf Tourismus ausgerichtet, fast jede Hotelkette ist vertreten und es ist zu vermuten, dass hier schon einiges an Kapital unterwegs ist.

Andererseits siehst du jede Menge junge Leute und irgendwie scheint jeder Sport zu treiben.
Das Hauptaugenmerk liegt aber eher auf dem Wintersport, der im Moment logischerweise keine Rolle spielt.

Unser Camper-Vermieter unterhält hier eine Station, also hin da und ein paar der notwendigsten Reparaturen am Camper erledigen lassen, das kennen die hier schon, ca. 45min später haben wir zwar keinen Neufahrzeug, aber das Wichtigste funktioniert wieder (z.B. der Kühlschrank für Lebensmittel und Bier...).

In Queenstown ist heute kein Stellplatz zu ergattern, Freistehen ist so wieso nicht erlaubt. 
Wir fahren nach Arrowtown, einem kleinen (ehemaligen) Goldgräberort ca. 30min außerhalb Queenstowns. Bei dem Unwetter stehen wir lieber auf einem "richtigen Campingplatz". Der ist allerdings auch schon leicht abgesoffen, also benötigt man für jeden Gang außerhalb des Campers Gummistiefel oder barfuß in Latschen, Gummistiefel haben wir nicht... Zu hause würden wir wohle eher nicht auf die Idee kommen, bei 10°C barfuß durchs "Überschwemmungsgebiet" zu laufen.

Am Morgen sieht es nach einer Regenpause aus und wir beschließen nochmal nach Queenstown zu fahren. Schnell noch in den Vogelpark, um wenigstens dort einen Kiwi zu treffen und dann "zum Hafen", hier befindet sich eine ausgedehnte Fußgängerzone, voller Läden, Kneipen, Pubs usw. 
Wir haben ähnliche Gedanken wie derzeit in Medellín > in jungen Jahren sollte man hier mal ein paar Monate leben...
Aber all zu lange halten wir uns dann doch nicht auf, sind ja schließlich nicht zum Spaß hier und haben heut noch ein reichliches Stück Weg vor uns (jetzt in Richtung Westküste). Mittlerweile ist auch der Regen wieder zu Höchstform aufgelaufen.
 
Kurz hinter Arrowtown, zweigt die "Alpine Route" ab und es gibt keine Fragen, die nehmen wir, zumal wir ja jetzt wissen, unser Camper schafft jede Straße / Steigung und davon gibt es auf der Route so einige.
Keine 5min und wir befinden uns im Hochgebirge, mal wieder eine atemberaubende Strecke. Unterwegs kommen wir an mehreren Wintersport-Resorts vorbei, wobei wir uns doch fragen ob jemand Lust hat im Winter diese Straßen zu befahren.
Irgendwann erreichen wir Wanaka, wirkt ein bisschen wie Queenstown in klein. Das Beste jedoch, wir befinden uns jetzt "hinter den Bergen" aus Wettersicht. Die Wolken schaffen es nicht über die Berge und somit regnet es nicht mehr. Das ist schon cool.
Am nächsten Morgen gehts weiter nach Haast, das liegt bereits an der Westküste.
Auf dem Wege machen wir noch einen kleinen Angelausflug, eigentlich angelt nur Eugen und der Rest unterstützt lautstark... Wir sind natürlich an einem abgelegenen, wilden Bergbach beim Fliegenfischen, ok vielleicht nicht ganz, tut der Sache aber keinen Abbruch, wir haben jetzt reichlich feinstes Forellenfilet und das lassen wir uns später schmecken.