Samstag, 14. März 2026

 Brisbane

Weiter gehts in Richtung Brisbane. Wir nehmen jetzt des Öfteren den Highway, sonst würden wir gar nicht vorwärts kommen. Nach ungefähr 300 km haben wir keinen Lust mehr und machen Station im Happy Hallidays Holiday Park. Am nächsten Tag schaffen wir sogar fast 500 km und nächtigen in Byron Bay, das ist mal wieder so ein richtiger Urlaubsort, mit reichlich Strand und etlichen Läden, Bars und Restaurants. Eines davon besuchen auch wir.
Auf Empfehlung, eines am Abend kennengelernten Australiers, fahren wir am nächsten Tag nach Noosa Head, das ist ein noch größerer Touri-Ort.
Unterwegs durchqueren wir mehrere große Orte, die irgendwie an spanische Touri-Orte erinnern, nur halt in schön. Die sind trotz der auch vorhandenen Hochhäuser einfach geschmackvoll gestaltet. Und dann kündigt sich in der Ferne, mit seiner beeindruckenden Skyline, Gold Coast an. Das ist natürlich ein Ort der Superlative, hier verbringen doch sicher die Reichen und Schönen Ihre Tage, wobei man sich bei der riesigen Anzahl an Apartmenthäusern und sonstigen Luxusimmobilien fragt, wie viele es davon wohl geben mag (Reiche und Schöne)....
Hinter Brisbane sehen wir, direkt vor uns, an der "Autobahn" riesige Rauchfahnen, später sehen wir die dazugehörenden Waldbrände. Diese erstrecken sich über mehrere Kilometer entlang des Pacific Motorways, aber so richtig scheint das niemanden zu stören. Die Straße ist nicht gesperrt, am Waldrand steht ab und zu mal eine Feuerwehr, na die werden schon wissen, was zu tun ist.
Irgendwann erreichen wir Noosa Head, leider liegt der einzige verfügbare CamperPlatz ziemlich weit außerhalb, so ist uns ein abendlicher Stadtbummel leider nicht vergönnt.







 Sydney

Das nächste große Ziel ist Sydney. Auf dem Weg dorthin übernachten wir noch einmal im Bulli Beach Touristik Park. In etlichen "Strandorten", in denen das Schwimmen im Meer eher schwierig ist, so auch hier, existieren große Rockpools. Diese sehen aus wie Schwimmbecken, direkt in den Ufer Fels gehauen, so können die Leute entspannt ihre Bahnen ziehen.
Was soll ich hier viel schreiben, unser Weg führt größtenteils an der Küste entlang und eigentlich wiederholt sich alles. Eine Bucht mit Strand folgt auf die nächste und sie ähneln sich halt alle. Und dann sind da noch die zugehörigen Ortschaften, natürlich meist sehr touristisch geprägt. Mal groß, mal klein, mal einfach, mal nobel gehalten, eine nach der anderen.
In Sydney angekommen erwartet uns schon der Regen, aber was soll's, Bondi Beach incl. zugehörigem Strand und den Platz um die Oper besuchen wir nat. trotzdem. Eine kleine, große Stadtrundfahrt ergibt sich ganz automatisch. 
Aufgrund des Starkregens und der fast 2000km, die wir noch vor uns haben (eine Strecke)
verweilen wir nicht länger in Sydney und weiter gehts.
Kurz hinter Sydney übernachten  wir auf dem BIG4 Sydney Lakeside Holiday Park.













Samstag, 7. März 2026


 Verrückte Kängurus stürmen den Zeltplatz


 Pebbly Beach

Heute gehts dann aber wirklich in den Murramarang National Park und speziell zum Pebbly Beach, hier soll es jede Menge Kängurus geben, na mal sehen.
So ca.: 200 km weiter und einige Stunden später sind wir fast da. Der Strand ist ziemlich abgelegen und nur über eine sehr schlechte Straße zu erreichen. Da unsere Frontscheibe mittlerweile einen, langsam aber sicher fortschreitenden, Riss hat, mögen wir solche Straßen eher gar nicht. 
Auf oder besser neben der Straße sehen wir einige Wallabys und am Strand angekommen können wir es  kaum glauben, ungefähr 30 bis 40 Kängurus aller Altersgruppen grasen auf den Wiesen vorm Strand, manche stehen auch einfach nur rum und andere liegen sogar faul in der Sonne. Und an Menschen gewöhnt sind die auch, das ist ja endlich mal was.
Wir fahren weiter und auf einmal ist alles voll mit Kängurus, unzählige Tiere stehen oder hüpfen über die Wiesen und Grundstücke neben der Straße, ewig haben gar nichts gesehen und hier treiben sich hunderte rum. Eine kleine Gruppe überquert die Straße und den  Begrenzungszaun von ca.: 1,70m Höhe überwinden sie spielend.
Selbst in kleinen Vorgärten stehen sie rum und schauen in die Gegend. Auf unserem Zielzeltplatz angekommen, "rennt" eine Horde Kängurus direkt über selbigen, so haben wir uns Australien vorgestellt überall Kängurus.
Übrigens mal wieder ein sehr cooler CamperPlatz, abgesehen von den allgegenwärtigen Kängurus, wir stehen fast am Strand und können direkt in die grollende Brandung schauen.
Am nächsten Morgen gehen wir erst einmal baden und teilen uns die riesigen Wellen mit den Surfern, wenn du "unter die Welle" gerätst bleibt dir nichts weiter übrig als die Luft anzuhalten und zu warten, bis dich die Waschmaschine wieder ausspuckt, nichts für schwache Nerven, aber uns machts Spaß.








































 

 Merimbula

Wir haben mal die verbleibenden Tage durchgezählt und festgestellt, dass wir die Größe des Landes, oder besser gesagt die real an einem Tage zurückzulegende Strecke, doch etwas unterschätzt haben.
Also ein ambitioniertes Tagesziel, der Murramarang National Park, das sind allerdings so ca.: 550km und auch in Australien gehen die Straßen nicht nur geradeaus, wie wir im Streckenverlauf feststellen mussten, daher nicht geschafft. Die küstennahe Landschaft ist doch des Öfteren recht bergig und somit sind die Straßen eher kurvig und es geht ordentlich hoch und runter.
Na egal in Merimbula finden wir einen schönen CamperPark in Strandnähe und da bleiben wir übernacht.
In der nahe gelegenen Stadt, im Sapphire Club (das ist nichts anzügliches) gönnen wir uns ein gutes australisches Steak. Das Lustige ist, man muss sich beim Betreten des Gebäudes registrieren und sein Alter nachweisen, das ist mit driver license easy, ohne eher etwas schwierig...

 

Raymond Island


Weiter gehts in Richtung Osten, soweit möglich immer an der Küste entlang. Leider müssen wir  des Öfteren auf den Highway oder zumindest "die Landstraße" ausweichen, sonst kommst du gar nicht vorwärts und man muss ja auch nicht jeden Strand gesehen haben.
Unser heutiges Ziel ist Raymond Island, eine kleine Insel an der Küste des Gippslands gelegen. Hier hängen die Koalas wirklich mal auf Augenhöhe herum und frönen Ihrem Lieblings-Tagewerk, pennen und / oder fressen und das Beste, es ist  fast keiner außer uns vor Ort.
Die Koalas sitzen direkt neben den Wohnhäusern in großen und kleinen Eukalyptusbäumen und sind sehr fotogen. 
Die Anwohner des beschaulichen Örtchens denken sich sicherlich Ihren Teil über die bekloppten Touristen.
Im nahegelegenen Eagle Point, auch direkt im Nationalpark gelegen, finden wir eine gute Übernachtungsmöglichkeit.
Wir sind noch ein wenig durch den nahegelegenen Park gestreift, aber wie meistens sind die einzig anwesenden Wildtiere, Vögel aller Art.
Eine ebenfalls hier übernachtende Kindergruppe, startet in aller Frühe eine Wanderung durch die Gegend, alle sind mit festem Schuhwerk und kniehohen Gamaschen gegen Schlangenbisse ausgestattet, vielleicht sind wir ja doch etwas leichtsinnig.....










 










Donnerstag, 5. März 2026

 Wilsons Promontory

Da wir noch einmal durch Melbourne müssen, machen wir gleich noch ein bisschen Kultur.
Wir halten in der Nähe eines großen Parks und besuchen den Shrine of Remembrance, so eine Art Memorial für australische Kriegsteilnehmer, gut gemacht das Gebäude, zumal von der oberen Aussichtsplattform hat man einen sehr guten Blick über Teile Melbournes. Auch der umschließende Park ist eine sehr sehenswerte Anlage, sogar etwas sauberer und ordentlicher als der Friedrichshain, dass so etwas geht...
Weiter gehts zum Wilsons-Promontory-Nationalpark, dessen Spitze auch gleich der südlichste Punkt von "Festlandaustralien" ist. Hier sollen es nur so wimmeln von Koalas, Wombats, usw..
Leider ist der CamperPark "ganz unten" absolut voll, kein raufkommen und "wild stehen" ist hier nicht. Somit fallen auch die Touren in der Abend- und Morgendämmerung aus. Wir gehen einen kleinen Wildlife Trail, etwas im Inneren des Nationalparks und siehe da, hier springen etliche Kängurus und Emus durch die Gegend. Dehnen sind Menschen nicht fremd und so kommen wir ziemlich dicht an die Tiere heran. Nur die Wombats bleiben im Verborgenen.
Wir übernachten auch gleich in der Nähe des Nationalparks, in Yanakie.
















 

Mittwoch, 4. März 2026

Australien



Es ist der 28.02.2026 und wir verlassen Neuseeland in Richtung Australien, Melbourne. 
Die Rückgabe des Campers verlief absolut unkompliziert und die nette junge Frau vom Service fuhr uns gleich noch zum Flughafen.
Die Abfertigung am Flughafen und zugehörige Ausreiseformalitäten gestallten sich völlig easy.
In Melbourne angekommen, schnell den "Einreiseautomat" erledigt und ab zum Gepäckband. Wie sollte es anders sein, Docs Rucksack fehlt, aber dank einer Eingebung schauen wir noch einmal beim "oversize luggage" nach und siehe da, hierher hat er sich verirrt, na ein Glück.
Es ist warm in Melbourne, so um die 28°C und es herrscht eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Den Camper erhalten wir ja erst morgen, daher nächtigen wir in einem Hotel unweit des Flughafens.
Nach erfolgreicher Camperübernahme, die wie erwartet völlig entspannt abläuft, können wir starten. Erst einmal alles reinwerfen, einkaufen und ein bisschen durch Melbourne eiern, doch dann verlassen wir die Stadt. Die Stadt ist ganz schön groß und ich verfahre mich auch gleich ein, zwei mal, aber halb so schlimm, wir eiern ja nur rum.
Unsere Reiseroute hat sich etwas geändert, wir beginnen mit der Great Ocean Road, fahren also in westliche Richtung.
Die Great Ocean Road schlängelt sich entlang der Küste. Alle naselang gibt es etwas zu sehen, Strände, bizarre Felsformationen oder sonstige "Ufergestaltungen" (hier keine weitere Aufzählung). Heute schaffen wir nur noch ein kleines Teilstück der Strecke und übernachten auf einem Campingplatz in Anglesea. Den Rest der Route erledigen wir am nächsten Tag, irgendwo kreuzt sogar ein Känguru unseren Weg. In Kennett River machen wir eine kleine Wanderung, angeblich gibt es hier jede Menge Tiere zu sehen. Das einzige was wir sehen sind etliche Warnschilder vor der Schlange, da sind wir ja mit unseren Flip Flops bestens gewappnet. Ganz zum Schluss zeigt sich noch ein Koala hoch in einem Eukalyptusbaum, na ja besser als nichts.
Die Nacht verbringen wir in Port Campbell. 
Morgens gehts weiter nach Warrnambool, hier finden wir endlich jemanden, der unsere  australischen Simkarten aktiviert, das war wirklich guter Service. In zwei Läden davor war das nicht möglich und auch der Onlineservice hat es nicht hinbekommen.
Leider müssen wir den ganzen Weg wieder zurück, nehmen diesmal aber den Highway, der weiter im Landesinneren verläuft. Und hier liegt "Australiens Brandenburg", zumindest sieht es genau so aus...Felder und Rindviecher, vielleicht kann man hier etwas weiter schauen...
Wir schaffen es nicht ganz bis Melbourne, also bleiben wir über Nacht in Werribee, ein schöner Campingplatz direkt am Wasser.









































Mittwoch, 25. Februar 2026

Route auf der Nordinsel

 

Hier die ungefähre Route auf der Nordinsel



 Cape Reinga

Cap Reinga, der nördlichste Punkt Neuseelands, ist unser nächstes Ziel. Auf dem Weg dorthin machen wir in Pakiri und Paihia Station. Unterwegs Fjorde, Buchten, Strände....
Die letzten 100km befährt man so eine Art schmale Halbinsel und es ist mal wieder seeehr abgelegen.
Das Cap selbst ist beeindruckend, einmal aufgrund seiner landschaftlichen Gegebenheiten und andererseits sind die Kapriolen des Meeres ziemlich beeindruckend. Es treffen hier ja  sozusagen  die Wassermassen links und rechts des Caps aufeinander und diese haben unterschiedliche Strömungsrichtungen, was zu ordentlichen Wellen, Strudeln usw. führt.
Das Beste, direkt unterhalb des Caps existiert ein freier Campingplatz, fast direkt am Strand.
Ein herrlicher Ort um zu übernachten. Nach dem Dunkelwerden erscheint ein fantastischer Sternenhimmel, wir sind uns einig, so etwas äußerst selten gesehen zu haben. 
Besser hätten wir den Tag und den Abend nicht verbringen können.
Unweit des Caps befinden sich riesige Sanddünen, diese sind bis zu 150m hoch. Wer Lust hat kann sich ein Sandboard ausleihen und den Rückweg somit ein wenig beschleunigen. Wir sind zu faul, das Board auf die Dünen zu schleppen, der Aufstieg ist auch ohne Board anstrengend genug, runter kann man ja rennen.
Unterwegs halten wir noch zweimal am ninety Mile Beach, dieser erstreckt sich vom Cap bis zum Ende der beschriebenen Halbinsel gehalten.
Es ist ein endloser, schöner Strand, aber zum baden lädt er, oder besser gesagt die anwesenden Wellen, eher nicht ein.
Nächste Station ist Baylys Beach, Strand, Bucht, schön....
Die letzten drei Nächte bleiben wir in  Muriwai Beach, so ca.: eine Stunde oberhalb Aucklands.
Ein guter Ort um noch ein paar faule Tage mit kleinen Aktivitäten zu verbringen. Die direkte Strandlage lädt natürlich zum Baden ein, unweit existiert eine Gannet Colony (Tölpel), da sind wir auch mal hin gelatscht und den Rest der Zeit können wir auch ganz gut mit "nichts tun" verbringen.
Wir haben eine nette ältere Dame aus England kennengelernt, die seit Jahrzehnten (unter anderem) Neuseeland bereist und so haben sich auch noch ein paar interessante Gespräche ergeben.
Damit endet unser Neuseelandausflug, nach 49 Tagen und 7500km.
Morgen gehts nach Auckland, den Camper abgeben und dann natürlich weiter nach Australien, da werdet Ihr voraussichtlich auch wieder von uns hören...