Samstag, 14. Februar 2026

Nationalfeiertag in Neuseeland

In Hastings nächtigen wir auf einem etwas außerhalb gelegenen, kleinen, versteckten Holiday Park. Zum Platz gehört noch so etwas wie ne Kneipe die wir gleich mal aufsuchen.
Als "Germans" bleibt uns gar nichts weiter übrig als Bier "in Kannen" zu bestellen (hört sich schlimmer an, als es ist...). Und wenn wir einmal da sind, gibts gleich noch fish and chips. Außerdem nehmen wir noch am Highlight des Abends, einem Glücksradspiel, teil und gewinnen zwei Pakete Würste...     Das nächste Abendessen ist gesichert...
Nach einem entspannten Frühstück gehts in Richtung Napier, heute bei schönstem Wetter, Sonne satt und 26°C, hab ichs schon erwähnt, die Sonne knallt hier ordentlich.
Zum Einstieg besuchen wir das National Aquarium of New Zealand. Wenn sich die Tierwelt Neuseelands im realen Leben vor uns versteckt, dann eben so...  und die haben Kiwis und kleine blaue Pinguine vor Ort. Straßen- und Hinweisschilder "Achtung Kiwi" und "nicht die kleinen blauen Pinguine stören" hatten wir reichlich, nur die Kumpels selber zeigen sich eher nicht.
Bei dem genialen Wetter machen wir gleich noch einen kleinen Stadtbummel und siehe da die Parkuhr will kein Geld, da steht was von allgemeinem Feiertag, schnell mal recherchiert und siehe da, es ist Nationalfeiertag, davon haben wir natürlich vorher nichts mitbekommen, zumal ein Großteil der Läden geöffnet war. Napier ist eine touristisch geprägte, direkt am Meer gelegene Hafenstadt, mit einer ausgedehnten Fußgängerzone, in der sich unzählige Läden befinden. Und wie in jeder "dieser Städte", existiert eine sehr  schön angelegte Promenade, direkt am Meer entlang, mehrere Badestrände, und ein größerer Sportboothafen. Und natürlich jede Menge Apartments, Ferienhäuser, usw. sieht schon schön aus hier und teilweise recht nobel gestaltet.
Aber keine Zeit um lange zu verweilen, wir haben noch viel vor.
Weiter gehts nach Taupo, direkt am Lake Taupo gelegen. Dieser ist riesig und liegt so ziemlich im Zentrum der Nordinsel. Eigentlich gilt alles vorher gesagte, die großen "Touristenstädte" ähneln sich irgendwo, sehr modern, voller Hotels, Pensionen, Ferienhäuser, usw. . Hat schon was, so die ganzen feinen Anwesen mit Seeblick.
Jetzt erfahren wir die wirklichen Auswirkungen des Feiertags, ein langes Wochenende und für neuseeländische Verhältnisse, unendlich viele Menschen. Nahe der Stadt nehmen wir noch eine Touristenattraktion mit, die Huka Falls, also da möchte man wirklich nicht reinfallen.
Und wie sollte es anders sein,  finden wir auch einen Platz zum übernachten. 

Unser nächstes Ziel ist der Mount Ruapehu, höchster Vulkan Neu Seelands. Ohakune ist unsere Wahl für die Übernachtung, angeblich für seine ausschweifenden Partys bekannt, allerding finden die wohl eher im Winter statt. Im Moment ist hier alles sehr entspannt und ruhig.
Wir besichtigen die beiden größeren, am Berg gelegenen Skigebiete, soweit möglich, und wandern ein wenig am Berg herum. Ohne Schnee haben wir ein bisschen das Gefühl, als befänden wir uns auf dem Mond. Die vulkanischen Strukturen sind sehr ausgeprägt und gut sichtbar. Im "zweiten Skigebiet" ist sogar eine Gondel in Betrieb, da der Gipfel sich jedoch komplett in Wolken hüllt, verzichten wir auf die Fahrt. Die kleine Wanderung ist auch schön, wenn man wollte könnte man Steilwandklettern, Wand inklusive Sicherungshaken ist vorhanden, muss ich ja sicher nicht extra erwähnen, das wir nicht geklettert sind.
Kurze Anmerkung, sie Skigebiete wirken, nett gesagt, sehr überschaubar und wer europäischen Skigebiete gewohnt ist, hat für diese hier sicher nur ein müdes Lächeln übrig, aber wer weiß, vielleicht tue ich ihnen ja auch Unrecht und im Winter sieht hier alles ganz anders aus.
Ach ja, wir waren noch an einem "Gollum-Wasserfall", irgend was aus dem Film, na ja kleiner Wasserfall halt.
Weiter zur Westküste, nach Whanganui, hier bleiben wir eine Nacht um uns dann in Richtung New Plymouth zu begeben, soweit möglich immer an der Küste entlang. Ein großer Teil der Route nennt sich "Surf Highway". Somit etliche Buchten, Strände...
die sich bei entsprechender Wetterlage sicher super zum Surfen eignen. Im Moment ist das Wetter eher ruhig, mit einer moderaten Brandung. Doch selbst diese lässt ahnen, was hier manchmal los ist, na ja Pazifik halt. Die Aussicht ist berauschend, auf der einen Seite das Meer und auf "der Landseite" ständig den Vulkan im Blick, wir fahren quasi um den Vulkan herum.
Nächster Halt New Plymouth, kleiner Abendspaziergang, sonst nichts aufregendes. 
Der Taranaki ist unser nächstes Ziel, leider hüllt der sich an diesem Morgen komplett in Wolken und wir kommen auch bei weitem nicht so dicht heran, wie gedacht. Na ja dann weiter...












































        








                                              


















Sonntag, 8. Februar 2026

 Und jetzt Nordinsel


Leider mag uns der Regen immer noch. Aber was soll's, wir brechen auf  in Richtung Napier.
Kurz hinter Wellington beginnen die Berge, gleiches Spiel wie auf der Südinsel, zumindest was die Straßen betrifft. Hier beginnt gleich ein großer Nationalpark mit allen möglichen Aktivitäten, aber bei dem aktuell starken Regen nicht für uns.
Später machen wir einen Abstecher, einem Hinweisschild folgend, nach Stonehenge Aotearoa so einer Art Stonehenge Nachbau auf Neuseeländisch, na ja.... 
Am Straßenrand befinden sich immer mal wieder Hinweise auf Weingüter, also einfach mal hinfahren. Nach ca.: 30-minütiger Fahrt, Weingut heute zu....
Der nächste Halt ist ein Vogelpark, hier beschränken wir uns auf das zugehörige Kaka-Cafe, der Kaffee ist exzellent.
In Pahiatua schlagen wir unser Lager, auf einem kleinen gemütlichen  Zeltplatz auf, es ist niemand vor Ort, das Büro steht offen, bitte Anrufen, alles klar wir können stehen wo wir wollen.

Am Morgen geht es weiter in Richtung Napier, heute bei Sonnenschein und um die 20°C, das ist schon mal was. 
In Dannevirke verlassen wir die Hauptstraße in Richtung Herbertville, einem kleiner "Drei Häuser Ort" irgendwo an der Ostküste. Schon nach wenigen Kilometern sind wir im nirgendwo, das geht hier immer verdammt schnell. Die Landschaft sieht hier ganz anders aus, überall befinden sich kleinen Hügeln (Höhe kleiner 200m) die auseinander hervorzugehen scheinen. Hat schon ein bisschen was vom Auenland, aber für große Hobbits. 
Aber auch hier gilt, irgendwo wohnt doch noch einer, meist hinter der nächsten Kurve und es sind wieder Unmengen an Schafen vorhanden, je abgelegener desto mehr Schafe...
Herbertville besteht aus eine Ansammlung von ein paar Häusern und einem Campingplatz. Mittlerweile ist deutlich zu merken, dass die Ferien vorbei sind, es ist im Allgemeinen sehr ruhig. Ein kleiner Kaffeewagen hat geöffnet und wir schnacken ein wenig mit der Inhaberin, eine "Ureinwohnerin" von Herbertvill. 
Erwähnenswert ist der Strand, ein endlos erscheinender Sandstrand mit einer nicht zu verachtenden Brandung, so erwarten wir das am Pazifik! Obwohl das Wasser eher angenehm temperiert ist, kneifen wir uns das Baden, die Brandung und das bis ans Ufer reichende Riff sprechen dagegen.
Dann geht's direkt nach Hastings, einem Ort kurz vor Napier. Für heute reicht es uns mit der Fahrerei.












































Mittwoch, 4. Februar 2026

 Jetzt aber wirklich Nordküste...

Von Westport geht es quer durchs Land bis nahe Kohatu. Wir machen auf  Quinney's Bush Camp Station. Das ist ein sehr großzügig angelegter Zeltplatz und Camperpark, sicher vorrangig für Familien und Kinder angelegt. Aber wir fühlen uns dort auch wohl und das Beste, das Wetter hat mal ein erbarmen, die Sonne scheint und es sind deutlich über 20°C.
Weiter gehts in Richtung Motueka, direkt am Meer gelegen. Wir wählen, wie fast immer, nicht den direkten Weg, sondern einen interessanten. Das heißt natürlich auch interessante Straßen, irgendwie hatten wir schon mehrfach das Gefühl, die Straßen können nicht "schlimmer" werden, aber eine kleine Steigerung ist meist noch verfügbar, enger, steiler, mehr und üblere Kurven, na sowas halt.
Unterwegs gibt's auch mal wieder einen kleinen Goldgräber-Track, mit Hängebrücke, Regenwald und allem was dazu gehört.
Auch haben wir mitten in den Bergen eine Tropfsteinhöhle besucht, war interessanter als vorher gedacht, zumal mittlerweile das "Englisch verstehen" einen halbwegs akzeptablen Stand erreicht hat. In der Höhle haben sie allerlei Zeugs gefunden: Knochen vom Moa (ausgestorbener Riesen-Laufvogel) und so einiges mehr.
Im Bereich der Nordküste stoßen wir auf große  Obst- und Gemüseanbaugebiete, haben uns schon gedacht, wo kommen denn eigentlich all die "Neuseeländischen Äpfel" her, jetzt wissen wir es.
Von Motueka geht's weiter in Richtung Norden, über geniale Küstenstraßen, mit noch genialerem Ausblick. Es reiht sich eine Bucht an die nächste, etliche davon mit schönem Strand und einige sind sogar zugänglich.
Mal wieder eine kleinere Wanderung an einen mehr oder weniger einsamen Strand, hier befindet sich der "Split Apple Rock", das wirklich schöne aber ist der Strand. 
Noch genialer, hier gibt es ein paar "Hütten" mitten im Wald, quasi in den Hang gebaut und nat. alle mit Meerblick, da könnte man sich Auswandern doch noch einmal überlegen...
Weiter gehts in Richtung Farewell Split, das ist so fast der nördlichste Punkt der Insel. Bei unserer Ankunft glänzt das Meer mal wieder mit Abwesenheit und so vollziehen wir eine kleine "Wattwanderung".
Leider müssen wir den ganzen Weg wieder zurück fahren. Aber auch hier, die Straße "von der anderen Seite", sieht oft wie eine komplett andere Gegend aus.
Unser Weg führt uns über Richmond nach Nelson. In Richmond folgen wie den Wegweisern nach Rabbit Island, keine Ahnung was das ist. Machen wir ja oft so, irgendein Wegweiser am Straßenrand, dann folgen wir einfach, mal sehen was kommt.
In diesem Falle kommt eine vorgelagerte Insel mit sehr schönen Stränden und Wiesen, ist wohl ein Naherholungsgebiet für die "Stadtbürger". 
Die Insel ist nur über eine kleine Straße erreichbar und diese wird von der Polizei abgesperrt, Alkoholkontrolle. Ich suche die "Pustemöglichkeit" am "Pustegerät", gibt keine. Sprich deinen Namen und Wohnort in das Gerät, so funktioniert das hier in Neuseeland, sagt der Polizist. Glücklicherweise ist das Gerät so schlau aus meinem Namen und Wohnort ableiten zu können, dass ich nichts getrunken habe... Der Polizist und ich lachen noch eine Runde, guten Weg und das wars.
So langsam geht's Richtung Picton, in zwei Tagen fährt ja unsere Fähre. Zum Weg gilt das vorher gesagte: Bergstraßen, Strände, Buchten usw..
Kurz vor Picton gibt es einen perfekt am Fjord gelegenen Camper Platz, hier wollten wir die nächsten zwei Nächte verbringen, leider kein Platz. Ok dann halt direkt bis Picton durch. Picton ist nat. eine Hafenstadt, aber eine schöne. Wir latschen ein bisschen durch die Stadt, essen abends etwas und verbringen einen entspannten, vergammelten Tag. Viel mehr gibt es nicht zu berichten.
Am Morgen starten wir "zur schönsten Fährfahrt der Welt", zumindest laut der Werbung des Betreibers.
Nur macht das Wetter nicht mit, es Regnet mal wieder wie aus Kannen. Somit folgt, trotz starker Winde, eine entspannte Überfahrt aber leider auch nur mit einer sehr eingeschränkten Sicht und wir können die schönste Fährfahrt der Welt nur erahnen.

Jetzt sind wir auf der Nordinsel in Wellington. Der Regen hat jedoch kein bisschen nachgelassen. So fahren wir ein wenig durch die Stadt und Suchen uns einen Schlafplatz.
Wellington ist "eine richtige Stadt", mit einem Verkehrsaufkommen das man gewohnt ist und mehrstöckigen Gebäuden, das war in allen  bisher in NZ gesehenen Städten nicht so, der Verkehr war eher beschaulich und es liegt eine eher "flache Bebauung" vor.

Na dann mal sehen, was die Nordinsel so zu bieten hat.








































































































Montag, 2. Februar 2026

  

Schon im Norden der Insel


Mittlerweile sind wir bereits im Norden der Südinsel angekommen. Aber ein paar Bemerkungen zur Westküste soll es schon noch geben.
Von Haast ging es weiter über Franz Josef / Waiau und  Hokitika nach Graymouth. Die letzte Station war Westport. Von hier starteten wir dann quer durchs Land in Richtung Norden.
Die Westküste besteht größtenteils aus steilen und  üppig mit  Regenwald bewachsenen Bergen. Das hat schon den Anschein einer subtropischen Region, zumal ständig und überall das laute Lied der Zikaden zu hören ist. Ich finde, was den "neuseeländischen Regenwald" ein bisschen anders wirken lässt, sind die Farne, in allen möglichen Formen und auch in ziemlicher Größe.
Das Meer sieht man oft nur von weitem oder von sehr weit oben. Ein direkter Zugang ist nur selten gegeben. 
Wenn wir jedoch mal an das Meer herankommen, dann sind da weite einsame Strände, mal Sand, mal Stein aber allen gemein ist, fast keiner da. Und je nach Tide, ist auch das Wasser weit weg, eignet sich super für eine unserer Wattwanderungen...
Auch unsere neuen Kumpels, die Sandfliegen scheinen sich in dieser Region ausgesprochen wohl zu fühlen und sind ein ständiger Begleiter, da hilft nur lange Klamotten und Repellent
(haben wir uns glücklicherweise gleich nach der Ankunft in NZ besorgt).
Auf unserem Weg kommen wir jetzt hinter (oder davor, wie man's sieht) den, die großen Seen speisenden, Gletschern vorbei und man kann auch den einen oder anderen, fast per Wanderung erreichen. Aber natürlich nicht als wir in der Gegend waren, da hat es mal wieder geschüttet, wie Sau, da hilft das beste Regenzeug nicht.
Die ursprüngliche Erschließung der Region, zumindest durch Europäer, basiert wohl auf Goldvorkommen und so sind reichlich ehemalige Goldminen entlang der Straße vorhanden. Schon interessant, was die damals so alles in den Wald und in den Berg gebastelt haben.
Und wir haben immer mal wieder einen Grund für kleine Runden durch den Regenwald oder halt in die "Goldgräberstollen". In einem kleinen Museum liegt ein Goldnugget von ca.: 99 ozs, ich bezweifle allerdings, dass es sich hier um "das originale" handelt.
Trotz all der anstrengenden Tätigkeiten lassen wir es uns nicht nehmen, von Zeit zu Zeit an einem der kleinen Cafés anzuhalten und ein  kaffeehaltiges Getränk zu uns zu nehmen und die Qualität dieser Getränke ist durchgehen sehr gut...