Samstag, 7. April 2018

León

Die Fahrt nach León war spannender als gedacht. Wenige Kilometer vor der Grenze sammelte der Fahrer die Gelder ein. Nach wenigen Minuen gab ein Problem und wir mußten auf der Straße halten. Er fuselte neben und unter dem Auto herum, jedoch lies sich das Problem nicht lösen. Der Ölfilter war lose und konnte vor Ort nicht repariert werden. So sprang er auf einen Bus auf und fuhr zurück ins letzte Dorf. Der Kleinbus stand direkt in der Mittagshitze herum mit den 15 Insassen drumherum...
Nach einiger Zeit kam er aus einem anderen Bus herausgesprungen, füllte das mitgebrachte Öl auf und ab ging es in die "Fachwerkstatt".



Hier holte das Fachpetsonal Kombizange und Rödeldraht heraus und setzte unser Fahrzeug (zumindest für diesen Tag) instand.
Nachts angekommen waren wir total fertig. Auch weil zwei der Reisenden mit einer erhöhten Magen- und Darmtätigkeit zu kämpfen hatten.

León ist die ehemalige Hauptstadt Nicaraguas und das Strassenbild ist von der Kolonialzeit und von der Revolutionsidee, für seine Freiheit zu kämpfen, geprägt. Da wir wieder im Zentrum ankamen, entdeckten wir zwei Straßen neben unserem Hostel eine unheimlich coole Bar im Kolonialstyle, die hinter der grossartigen Fassade noch einen riesigen atemberaubenden Innehof mit offenen Dach, Tischen aus Bäumen, Tanzfläche, Musik und vor allem den zweitbesten Magaritha (nach Hotel California, was wohl nicht mehr zu schlagen ist) hatte.

Auch im vor wenigen Monaten eröffneten Hostel war ein kleiner gemütlicher Innenhof und einem Hund der tagesüber und einer Katze die nachts für Stimmung sorgten. Nachts wurde es in den Zimmern ohne Klimmeranlage unerträglich heiss, trotz offenen Türen und Fenster und Ventilator auf vollster Stufe fiel es schwer an Schlaf zu denken.

León beherbergt auch die größte und älteste Kathedrale, ein berühmtes Kunstmueum, viele Kolonialbauten und ein Revolutionsmuseum. In diesem konnten wir die lange Geschichte des Kampfes für ein selbstbestimmtes Nicaragua verfolgen.

Abends gabs auf den Straßengrills allerlei vom Grill: Steak, Rippchen, Ķäse, verschiedene Teigtaschenvarianten und natürlich Gemüse.




El Cuco, Tortuga Verde

Grün lässt uns nicht los in El Salvador. Vom Casa Verde ging es an den Pazifikstrand El Cuco ins Tortuga Verde. Am nächsten Morgen kamen wir dem merkwürdigsten Kauz des Ortes ins Gespräch: Tom. Wie sich dann rausstellte war es der Besitzer des Hostels und vielen vielen anderen Objekten im Dorf. Ein amerikanischer Unternehmer, der von der Grossstadt genug hatte und sich hier seinen eigenen Lebensabend aufgebaut hat.

Unsere Unterkunft war einzig: zwei Räume mit fünf Doppelbetten und einem Baum in der Mitte. Die Überbleisel der Osterfeierlichkeiten waren noch zu spüren. An dem Strand gab es eine einzige Megafete mit 2000 Menschen. Alles friedlich, keine Konflikte, aber alle Getränke der Region waren verbraucht und mussten erstmal langsam wieder aufgefüllt werden.

Wir ließen die Sonne, Strand und Wellen auf uns wirken und kühlten und mit Früchtebechern auf Eis, Milchshakes, Smoothies und Bier ab, wenn es vorhanden war.

Am Strand waren auch drei Pelikane sesshaft, die alle nicht mehr fliegen konnten. Sie kamen mittags hoch gewatschelt und nahmen die Dusche in Beschlag um Wasser zu trinken und in der Wasserlache zu schwimmen.

Für paar Doller haben wir eine Bootstour am Abend gemacht. Das Boot kämpfte sich erst durch den hohen Wellengang vor der Küste, dann windete es sich durch den dichten Dschungel im Mangrovengebiet und zum Abschluss fuhren wir den Sonnenuntergang im Pazifik entgegen.



Mittwoch, 4. April 2018

Video Santa Ana nach El Cuco






https://drive.google.com/file/d/1A6dPXu57PRItkz3aA-zDw_Y8uAj_5fGl/view?usp=drivesdk

Santa Ana

In Santa Ana sind wir einige Tage gestrandet, da über die Osterfeiertage die Busse ihren Dienst eingestellt haben.
Die Osterprozession und der gesamte Tamtam drum herum wirkte wieder eindrucksvoll, vorallem bei 35 Grad.

Aufgrund der Berichte und Sicherheitswarnungen wollten wir El Salvador umgehen. Nach dem was wir in den Wochen vorher erlebt haben, entschlossen wir uns trotzdem das Land nicht auszulassen.

Belohnt wurden wir mit fantastischen Ausblicken auf, vom und in den Vulkan. In dem eine übel riechende grüne Schwefelmaße blubberte.
Am hiesigen See konnten wir beim Sonnenuntergang mal den "Fang des Tages" (Fisch aus dem See) verzerren.

Wir haben viele nette Leute der Region aber auch aus Schweiz, Spanien und Canada getroffen. Auch Denise aus Deutschland tourt alleine durch Süd- und Mittelamerika seit 9 Monaten. Sie begleitete uns zwei Tage in Santa Ana bevor sich unsere Wege trennten, da wir nach Süden und sie nach Norden weiterzog. Wir wünschen ihr viele schöne Erlebnisse auf dem Weg!

Im besten Hostel El Salvadors, dem Casa Verde, tranken wir auch den besten Kaffee, der inklusive war, den ganzen Tag hoch und runter. Sven nahm zwei Pakete des Kaffees mit, obwohl wir sonst akribisch darauf achten Platz und Gewicht zu sparen.

Der krönenden Abschluss wurde, dass der Tourguide des Hostels uns dann mit dem Auto nach El Cuco unserem nächsten Ziel fuhr. Er nahm noch seinen Cousin mit und wir unterhielten uns gut mit den beiden. Sie zeigten uns auch ein abgelegenes regionales Restaurant am Pazifik, dass sich auf unserem Weg befand.

Zusammen konnten wir dann vor dem Sonnenuntergang in den Pazifik springen.