Montag, 23. März 2026

Great Barrier Reef


Eigentlich stand hier ein ellenlanger Text über den letzten Teil unserer Australienreise. 
Aber "das böse Internet" hat diesen Text, noch vor der Veröffentlichung, gelöscht. 
Keine Ahnung, was und wie, zumindest isser weg und keiner hat Lust, den ganzen Text noch mal zu schreiben, also gibt's hier eine kurze Zusammenfassung.

Wir wollen ja noch zum Great Barrier Reef, oder zumindest zu dessen südlichen Ausläufern. Bis nach Townsville oder gar nach Cairns ist es uns zu weit. Wir müssen ja  die ganze Strecke wieder zurück. 
Somit entscheiden wir uns für Agnes Water, von hier starten einige Reef-Touren und es ist für uns ganz gut zu erreichen (dachten wir).  Also gleich eine Tour für Sonnabend, den 14.03, geordert und ab, weiter in den Norden.
Kurz vor dem Wochenende meldet sich der Touranbieter bei uns und sagt ab. Die Wetterbedingungen sollen sich drastisch verschlechtern, es ist sogar eine Wetterwarnung herausgegeben, aber wir wollen am nächsten Tag noch einmal telefonieren. Am nächsten Tag hat sich natürlich nichts geändert und somit findet die Tour nicht statt, schon blöd. 
Da das nicht reicht, hat das Unwetter der letzten Tage Agnes Water fast unerreichbar gemacht, fast alle Zufahrtsstraßen sind überschwemmt. 

Wir fahren weiter in nördliche Richtung, eine bessere Idee haben wir im Moment nicht und bleiben auf einem kleinen CamperPlatz in Hervey Bay. Dort quatschen ein bisschen mit dem Inhaber. Er empfiehlt uns, auf die Insel Lady Elliot Island zu fliegen, denn am Freitag (nächster Tag) soll noch perfektes Wetter sein. Ja cool, so kommen wir doch noch ans Reef. Schnell die Formalitäten erledigt und am nächsten Morgen, pünktlich um 7.00 Uhr, startet der Flieger, eine 11-sitzige Cessna 208 Caravan.
Was soll ich sagen, schon der Flug ist die Reise wert, ein perfekter Ausblick über das Umland, unter anderem wir können das ganze Ausmaß der Überschwemmungen sehen. 
Die Ankunft auf der Insel ist ein wenig abenteuerlich, eine recht kurze, löchrige Wiese, die die Landebahn darstellt, aber der Pilot hats drauf. 
Wir werden gleich besonders nett empfangen und erfahren Wissenswertes über die schöne, kleine Koralleninsel. Gleich danach gehts auch schon los, eine Fahrt mit dem Glasbodenboot und der Glasboden "zeigt" eine Menge, Schildkröten, bunte Fische und so n Zeugs halt...
Dann ab ins Wasser, Schnorcheltour, na ja, auch hier natürlich alles voll mit Kröten, kleinen und etwas größeren Fischen. Mir persönlich gefallen die bunten Fischschwärme am besten.
Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt, es folgt ein umfangreiches Mittagessen.
Den Nachmittag kann man individuell gestalten, wir beginnen mit einem Spaziergang rund um die Insel. Die Insel wird von unzähligen Weißkappennoddis (eine Art Seeschwalbe) bevölkert. Diese haben irgendwie keine Lust auf Besuch und fliegen ständig Scheinangriffe, na ja, solange sie vorher abdrehen...
Und da wir schon einmal da sind, machen wir auch noch eine individuelle Schnorcheltour.
Zum Abschluss gönnen wir uns, in der Sonne sitzend, noch ein eiskaltes Bier. Vor lauter Freude hätten wir fast den Rückflug verdaddelt, man wartet schon auf uns.

Was für ein schöner Tag, den zugehörigen Abend lassen wir ganz entspannt auf dem Campingplatz ausklingen und beobachten ein wenig die heimische Tierwelt. 

Krokodile, Schlangen oder Riesenspinnen haben wir bisher nicht gesehen (nicht mal eine kleine).
Aber es kommen jeden Abend (hier auf dem CamperPlatz) zwei Possums vorbei, wechseln ein zwei Worte mit uns und verschwinden auf ihrem Schlafbaum. Weiterhin erscheinen zur Abenddämmerung tausende, kein Quatsch, wirklich tausende Flughunde (Riesenfledermäuse) am Himmel. Das ist schon ein ziemlich beeindruckender Anblick. 

Und wir sind mittlerweile Experten die heimische Vogelwelt betreffend, wir kennen das Geierhuhn, den Gelschnabelvogel klein und groß, große weiße Kakadus und etwas kleinere bunte Papageien, die beiden letztgenannten machen den meisten Krach. Außerdem haben wir den Australischen Kiwi (Ibis) entdeckt. Wir kennen natürlich noch jede Menge andere Arten, die ich nicht alle aufzähle. Das Beste jedoch ist "der Affenvogel", von uns so getauft (eigentlich der Lachende Hans). In einigen Gegenden hört sich "sein Gesang" so an, als würde eine Horde Affen, laut schreiend durch die Bäume turnen, auch die Lautstärke passt, das ist schon sehr bemerkenswert, finden wir.

Auf unserem weiteren Weg bekommen wir einen kleinen Einblick, was die Überschwemmungen so anrichten können und dass die allgegenwärtigen Straßenschilder, die vor überfluteten Straßen warnen, nicht ganz umsonst sind. Das Wasser steht des Öfteren bis an die Straßenkante und mancherorts wird die Straße plötzlich von einem Fluss gekreuzt.

Die letzte Woche in Australien wollen wir einfach nur vergammeln und "richtig Urlaub machen", also nicht mehr so viel umherfahren.  
Wir platzieren uns an der Sunshine Coast (so ca.: 100km nördlich von Brisbane gelegen)
und verbringen hier unsere Tage mit Baden, nichts tun und ab und zu mal "fein Essen gehen", denn wo gibt es soooo frischen Fisch und anderes Meeresgetier, wie hier, direkt an der Quelle.

Und damit endet unsere Australienreise, es ist der 23.03.2026, wir sind in Brisbane angekommen, haben uns im Motel eigemietet und vorher den Camper zurückgegeben.
Zu viert fast 80 Tage (und über 11500km) im Camper schlafen und leben reicht dann aber auch...
Die Rückgabe des Campers läuft super unkomplizierte und erfolgt rasend schnell. Auf einem Supermarktparkplatz habe ich in einer doch recht engen Parklücke die Entfernung falsch eingeschätzt und hinten am Camper eine Kunststoffecke beschädigt, aber Dank absoluter Rundumversicherung hat der Vermietungs-Mitarbeiter nur gelacht, das passt.
Morgen fliegen wir über Manila nach Hongkong und wenn wir dort ganz große Langeweile haben, schreiben wir hier vielleicht noch ein paar Zeilen.

Fotos folgen...





Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen